Impressionisten der Normandie

Ein Bewohnerwunsch führte uns zu Beginn des Jahres zur Ausstellung ins Picasso-Museum in Münster: "Die Impressionisten der Normandie".

Hervorzuheben ist, dass diesmal die Führungen im Museum von außergewöhnlicher Qualität waren. Wir konnten dabei viel lernen. Anschließend konnten wir uns gut bildlich vorstellen, wie Claude Monet seine Staffelei aufbaute, um Strand- und Felsenmotive oder Wolkenszenarien zu malen. 

Wir erfuhren von Malern, die im 19. Jahrhundert als Hoffnungsträger und Genies galten, die aber heute kein Mensch mehr kennt, oder von Werken, die einen Skandal auslösten, weil sie einfach gegen das Dogma des goldenen Schnittes - die Bildaufteilung - verstießen...

Auch sehr beeindruckend die "gepunkteten" Gemälde, die aus unmittelbarer Nähe gar nicht, und je weiter man sich entfernt, desto phänomenaler wirken. Man fragt sich dabei, wie konnte der Maler, der ja nur immer eine Armlänge Distanz nehmen kann, diesen Effekt auf die Leinwand zaubern. 

Nach dem Museum, so will es mittlerweile unsere Museumstradition, genossen wir alle einen Kaffee im benachbarten Akarden Café, das obwohl sehr großräumig, doch eine äußerst gemütliche und ruhige Atmosphäre bot. Ist man einmal in Münster, darf man einen zumindest kleinen Stadtrundgang nicht auslassen.

Das Picasso-Museum liegt direkt in der Altstadt und Prinzipalmarkt, Lambertikirche und Dom konnten zu Fuß gut besucht werden. Ein bisschen musste man in Münster allerdings auch achtgeben auf die Radfahrer, die um einen herum ausnahmslos spurteten und sich ihrer Vorrangstellung allzu bewusst waren.

Am späten Nachmittag hieß es Münster ade... gerne besuchen wir wieder diese gemütliche, liebenswerte Stadt.